Frühe Kindheit - Willkommen

Initiative Frühe Kindheit

Wir freuen uns, Sie auf unserer Website begrüßen zu dürfen!

Die Initiative Frühe Kindheit möchte darüber aufklären, wie wichtig für die ganz kleinen Kinder eine sichere Mutter-Kind-Bindung für gutes Gedeihen und für eine sogenannte "Grundgesundheit" ist.

Wir wollen Ihnen zeigen, wie man von der Schwangerschaft an, über die Art der Geburt, über das Stillen, den Babyschlaf sowie Körperkontakt zu solch einer sicheren Mutter-Kind-Bindung und später zur sicheren Vater-Kind-Bindung kommt. Dabei sollen Sie Stolpersteinen kennen und umgehen lernen, die zum Beispiel in Form von Trennungen vom Kleinstkind auf Sie zukommen könnten.

Die Initiative Frühe Kindheit kann Ihnen helfen, die Kommunikation mit Ihrem Kind so zu erlernen, dass es Ihnen im Allgemeinen freiwillig folgt und sich so familiäre Konflikte auf einem gesunden Weg vermeiden lassen.

Auf diese Weise wird Ihr Kind sich ständig für Neues interessieren, gut mit anderen Kindern und Ihnen kooperieren und sich lern- und liebesfähig, glücklich und intelligent unter Ausnutzung seiner angeborenen Ressourcen entwickeln können.




In Liebe wachsen

Das Familienfestival Nr.2: Ein bunter Mix aus allen Generationen. Kinder als unsere Lehrmeister - mit ihnen zusammen feiern und Angebote für sie, u.a. Kinder-Yoga.

www.wundervollekindheit-festival.de




Wundervolle Kindheit

Das Familienfestival in Thalheim mit Workshops und Vorträgen, Kräuterwanderung, frikanisches Trommeln, Filmvorführung, Lagerfeuer u.v.m.

www.inliebewachsen-festival.de/programm




DFV - Deutscher Familienverband

Der diesjährige Fachtag unter dem Thema "Familien. Stärken. Kommunen." findet am 12. Juni, 10.00 – 15.00 Uhr in Dresden statt.

Einladungsflyer (pdf)




Aktueller Review: Becherfütterung hat Vorteile für gestillte Frühgeborene

Nicht jedes Frühgeborene kann ausreichend über die Mutterbrust ernährt werden. Ein neuer Review untersuchte, inwieweit Becherfütterung hier zusätzlich zum Anlegen eine effektive Alternative zur Flaschenfütterung darstellt.

Mitarbeiter der University of Connecticut, USA, werteten 27 Studien zwischen 1998 und 2017 aus, von denen letztlich zwölf die Studienkriterien der Unter-sucher erfüllten. Untersucht wurden Sicherheit, physiologische Parameter sowie der Stillerfolg. Im Vergleich zur Flaschenfütterung führte die Becherfütterung bei Frühgeborenen zu stabileren Herzraten und besserer Sauerstoffsättigung sowie zu höheren Stillraten nach drei und sechs Monaten nach Klinikentlassung.

Die Autoren sehen daher in der Becherfütterung eine sinnvolle Alternative zur Flaschenfütterung und weisen auf die Bedeutung einer entsprechenden Schulung der Mitarbeiter auf Frühgeborenen-Intensivstationen hin.

Penny F, Judge M, Brownell E, McGrath JM. Cup feeding as a supplemental, alternative feeding method for preterm breastfed infants: An Integrative Review. Matern Child Health J 2018 Oct 16. doi: 10.1007/s10995-018-2632-9

Abstract unter: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30328044

Quelle: nutricia-forum-muttermilchforschung




Unsicheres Bindungsverhalten wird oft als ätiologischer Faktor psychischer Störungen angesehen - siehe folgende Quellen:

Bowlby J: Attachment and Loss, Attachment, Vol 1. London: Hogath 1969.

Zimmermann P: Von Bindungserfahrungen zur individuellen Emotionsregulation:
Das entwicklungspsychopathologische Konzept der Bindungstheorie.
In B. Staruß, A. Buchheim & H. Kächele (Hrsg): Klinische Bindungsformen 2002. Stuttgart: Schattauer: 147–61.

ganzer Artikel


Internetsucht und pathologischer Umgang mit Medien, wie z.B. Smartphones, ist nur im Zusammenhang mit bestehenden oder fehlenden Bindungspersonen bzw. unsicherem Bindungsmuster zu sehen

(Eichenberg C, Schott M, Decker O, Sindelar B: Attachment style and Internet addiction.
Journal of Medical Internet Research 2017; m19(5): e170):

Med Internet Res. 2017 May 17;19(5):e170. doi: 10.2196/jmir.6694.
Attachment Style and Internet Addiction: An Online Survey.
Eichenberg C(1), Schott M(1), Decker O(2), Sindelar B(1).

Author information:
(1)Sigmund Freud PrivatUniversität Wien, Vienna, Austria.
(2)Universtität Leipzig, Leipzig, Germany.

BACKGROUND: One of the clinically relevant problems of Internet use is the phenomenon of Internet addiction. Considering the fact that there is ample evidence for the relationship between attachment style and substance abuse, it stands to reason that attachment theory can also make an important contribution to the understanding of the pathogenesis of Internet addiction. OBJECTIVE: The aim of this study was to examine people's tendency toward pathological Internet usage in relation to their attachment style. METHODS: An online survey was conducted. Sociodemographic data, attachment style (Bielefeld questionnaire partnership expectations), symptoms of Internet addiction (scale for online addiction for adults), used Web-based services, and online relationship motives (Cyber Relationship Motive Scale, CRMS-D) were assessed. In order to confirm the findings, a study using the Rorschach test was also conducted.

RESULTS: In total, 245 subjects were recruited. Participants with insecure attachment style showed a higher tendency to pathological Internet usage compared with securely attached participants. An ambivalent attachment style was particularly associated with pathological Internet usage. Escapist and social-compensatory motives played an important role for insecurely attached subjects. However, there were no significant effects with respect to Web-based services and apps used. Results of the analysis of the Rorschach protocol with 16 subjects corroborated these results. Users with pathological Internet use frequently showed signs of infantile relationship structures in the context of social groups. This refers to the results of the Web-based survey, in which interpersonal relationships were the result of an insecure attachment style. CONCLUSIONS: Pathological Internet use was a function of insecure attachment and limited interpersonal relationships.

©Christiane Eichenberg, Markus Schott, Oliver Decker, Brigitte Sindelar.
Originally published in the Journal of Medical Internet Research(http://www.jmir.org), 17.05.2017.




Angst, das Baby zu verwöhnen

Scheinbar vergessen ist, dass es Jahr(hundert)tausende von Jahren lang überhaupt kein Streitthema war: Wenn Mutter sich liebevoll um die Bedürfnisse ihres Babys kümmerte und auf seine Signale achtete und prompt, z.B. mit "Still-Machen" = Stillen reagierte, störte das damals noch kaum jemanden. Trotzdem war es anstrengend und zeitaufwendig, aber die Mutter bekam in größeren Familien auch eher noch Unterstützung und war in der Regel nicht allein in einer kleinen Wohnung.

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Seit dem 20. Jahrhundert kämpfen Mütter in der westlichen Zivilisation gegeneinander und übertreffen sich mit gegensätzlichen Thesen. Die Gesellschaft zieht mit in den Kampf und spaltet sich in zwei Lager. Die einen treten vermeintlich für Mütter ein, die anderen für das Wohlergehen des Kindes.

Als infolge der Industrialisierung immer mehr Mütter außer Haus arbeiten gingen oder in schweren Zeiten nebenher in Haus, Hof und Heimarbeit tätig waren, Tragehilfen aus der Mode kamen, weil sich eine Kinderwagenindustrie entwickelte, wurden ihre Nöte und Überforderung größer und damit die Versuchung, das Weinen des Kindes zumindest eine Weile zu ignorieren und das Verlassenheits -Weinen nicht mehr als solches zu interpretieren. Das schlechte Gewissen wurde immer mehr durch Rationalisierungen betäubt, was schließlich darin gipfelte, Schreien sei gut für die Lungen - die These des Nazi-Ärztin Haarer. Und von da an begann man das Kind als kleinen Tyrannen zu betrachten und den Kampf gegen seine Bedürfnisse zu führen. Das "Sich- Verweigern" wurde rationalisiert. Seine Bedürfnisse sofort zu befriedigen, würde ihn verweichlichen. Harte Männer wurden in der Nazi-Zeit gebraucht, die sich in Wahrheit als geschwächte Untertanen eines perfiden Führers und des damit zusammenhängenden Konzernsystems missbrauchen ließen.

Diese Medienpropaganda blieb sowohl bis in die DDR als auch bis in den heutigen Neoliberalismus -wieder neu entflammt als Maschinerie der Fremdbetreuungsideologie - bestehen. Weinen und Traurigkeit dieser kleinen Hilflosen, die das Wiederkommen der Mütter kognitiv überhaupt noch nicht zeitlich antizipieren können, muss man heute noch stärker verdrängen.

Ja, es tut sehr weh, sich den Kummer der Jüngsten zu vergegenwärtigen, rührt dieser doch an den eigenen Kummer vieler Mütter, auf deren Schreien eben auch schon nicht reagiert wurde, als sie im Alter ihres Kindes waren. Dies bezeichnen Traumapsychotherapeuten als "triggern". Das wollen sehr viele Eltern vermeiden, sie wollen selbst nie wieder so schwach und hilflos werden, wie damals, als sie sich nicht wehren konnten. Sie stehen kurz davor, mitzuweinen, können nicht trösten, da sie sich in solch einem Moment nicht mehr erwachsen fühlen. Als Gegenwehr gegen diese starken Gefühle entsteht unbewusst der Mechanismus des Rationalisierens, dass das Kind nur "seinen Willen durchsetzen" oder "die Eltern austesten" will. Und danach kommt die Wut auf das Kind. Diese wiederum erzeugt Schuldgefühle, dann ein Wertlosigkeitsgefühl, das eigene Kind nicht richtig lieben zu können. Damit sind wir heute am erschreckend häufigen Problem der postpartalen Störungen mit den zunehmenden Ängsten und Depressionen nach der Geburt angekommen. In Wahrheit ist es eine tief sitzende Angst vor Abhängigkeit, die damals ein Gefühl des "Ausgeliefert-Seins" in der eigenen Kindheit gewesen war: in einer biologisch bedingten Abhängigkeit und Unreife angewiesen auf liebevolle Betreuung gewesen zu sein, diese jedoch nicht bekommen zu haben, statt dessen aber ausgeliefert an Ängste und Einsamkeit.

Das Babyschreien kündigt eine Wiederholung dieser Abhängigkeit an und muss deshalb abgewehrt werden.

Ich möchte nun darauf verweisen, das sich fast parallel mit den Anti-Baby-Theorien in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Bindungswissenschaft entwickelte, die gleichsam als Mahner anthropologischer Wahrheiten und genetischer Gegebenheiten der menschlichen Entwicklung die Lehre von der sicheren Mutter-Kind-Bindung wissenschaftlich begründete und damit evolutionäre und artgerechte Weisheiten zementierte.

Die Lösung für heute? Positive Abhängigkeit bringt Freude am Körperkontakt mit dem Baby im Tragetuch und an der Brust, was tatsächlich unabhängig macht! Dass ist nun das nächste Thema! Schauen Sie sich einmal die komplexen Bindungsfaktoren auf dem Weg in eine sichere Mutter-Kind-Bindung ohne größere Probleme bei Eltern und Kind an - unter der Rubrik Bindung.

Antje Kräuter




Ärztezeitung online 31.10.2018:

Umstrittene Doku über Erziehung „Elternschule“ beschäftigt Justiz:

Kinder schreien 14 Stunden am Tag oder essen nur Fastfood: Eine Gelsenkirchener Klinik bietet Hilfe an – die umstrittenen Methoden sind im Kinofilm „Elternschule“ zu sehen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Hier unsere Stellungnahme:


Im Film wird dargestellt, dass sich die Behandler das Ziel setzen, den gestressten und überlasteten Eltern zu helfen, indem die Kinder ihre Essprobleme aufgeben und durchschlafen lernen. Der Psychologe geht dabei davon aus, dass Kinder generell ihren eigenen Willen haben und schon als Säuglinge durchsetzen wollen. Sie seien nicht dumm und wüsten schon, wie sie die Eltern dazu bringen, ihnen alle Wünsche zu erfüllen. Diese Prämisse erinnert an die Theorien der Lungeärztin Haarer aus den Dreißiger Jahren, dass sich die Eltern, wenn sie dem nachgeben, Tyrannen erziehen würden und sie deshalb hart reagieren müssten. Jegliche Zuwendung zu den Babys außerhalb der Fütterzeiten wurde als Verwöhnen von ihr bezeichnet. Dies unterstellt auch die Klinik - im Film sichtbar- den Eltern.

Im Zuge der letzten 60 Jahre Bindungsforschung und der letzten 20 Jahre Forschungen auf dem Gebiet der Neurobiologie sowie unter Beachtung der Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie sind Kleinkinder jedoch ganz auf die Unterstützung ihrer Hauptbezugspersonen in den ersten Jahren angewiesen, um sich in der Welt sicher zu fühlen und auch ein gesundes Selbstwertgefühl (ich bin wichtig) zu erlernen. Nur dadurch wachsen sie psychisch und körperlich störungsfrei heran. Sie können sich somit nicht absichtlich gegen die Interessen ihrer Eltern wenden, denn damit würden sie sich selbst gefährden. Ihre angeborenen Erwartungen an die Eltern in der ersten Zeit beziehen sich auf die Befriedigung ihrer Bedürfnisse nach Sicherheit durch Nähe und Körperkontakt, v.a. nachts. Kleinstkinder wachen ganz natürlich mehrmals in der Nacht auf,um nachzuschauen, ob sie nicht verlassen worden sind. Wenn sie allein schlafen müssen, werden sie stark verunsichert und klammern immer mehr. Somit kann man solche angeborenen Bedürfnisse nicht ignorieren, und darf niemals ihr Sicherheitsbedürfnis in der Weise erschüttern, dass man sie allein läßt.

Dass die Klinik jedoch bewusst einen den Kindern angedichteten Willen (Kinder hören nicht freiwillig, sagt der Psychologe) brechen will und wie dort gesagt wurde, die Kinder an das Ertragen von Kontrollverlust gewöhnen möchte, ist kontraindiziert und in höchstem Maß schädlich. Sicher gebundene Kinder folgen nämlich ihren Eltern freiwillig. Diesen im Film gezeigten wohl eher unsicher gebundenen Kindern muss über die Verbesserung der Interaktion mit ihren Eltern geholfen werden mit dem Ziel eines feinfühligeren Umganges. Dazu gehört, dass sich Eltern und Therapeuten fragen, warum das Kind so reagiert und welche zugrunde liegenden Belastungen aus den ersten Lebensmonaten seine Ängste in der Dunkelheit und seinen Ekel vor bestimmten Speisen hervorgerufen haben. Schlafen lernen müssen Kleinkinder nicht erst, eigentlich können sie es. Man muss nur die Bedingungen schaffen, unter denen sie angstrei einschlafen können. So lange, bis dann eine wirkliche Autonomieentwicklung ab ca. 3 Jahren, einsetzt, u.U. bei diesen Kindern dann sogar noch später.

Antje Kräuter


Die sichere Mutter-Kind-Bindung

Die wichtigsten Säulen der Grundgesundheit für die Frühe Kindheit:


Collage Kleinkinder



Mütter, die länger mit ihren Kleinstkindern zu Hause bleiben





Allan Schore ist Neurowissenschaftler, der die Bindungslehre integriert. In seinen Forschungen wird dargelegt, wie frühe Kindheitserfahrungen physische Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung haben.

Rass, E. (Hrsg.) (2012). Allan Schore: Schaltstellen der Entwicklung. Eine Einführung in die Theorie der Affektregulation mit seinen zentralen Texten. Stuttgart: Klett Cotta

Dieser Abschnitt(2.3) behandelt, wie frühe Kindheitserfahrungen sich als prägend auswirken:

Allan Schore: Schaltstellen der Entwicklung. Eine Einführung in die Theorie der Affektregulation mit seinen zentralen Texten (Google Books, Abschnitt 2.3)




Langes Stillen entsprechend der Bedürfnisse unserer Menschenkinder

Im Mai 2018 fanden wir dazu einen begrüßenswerten Artikel in der Freien Presse Chemnitz:

Ich habe drei Jahre lang gestillt

Unter unserer Rubrik "Stillen" finden Sie im vorletzten Rahmen ganz unten dazu eine entsprechende fachliche Ausarbeitung:

Das natürliche Alter zum Abstillen

von Katherine Dettwyler PhD,
Sektion Anthropologie der A und M Universität, Texas, USA

Originaltitel des Textes: "A Time to Wean"




Die unterzeichnenden Verbände, Gruppierungen und Einzelpersonen sind der Überzeugung, dass die ausdrückliche Erwähnung von Kinderrechten im GG nicht nur eine überflüssige Ergänzung wäre, sondern den bisherigen Inhalt des Art. 6 GG tiefgreifend verändern, die Elternrechte schwächen und den Schutz der Familie letztlich aushöhlen würde. Die obige Formulierung erweckt den Eindruck, als seien die Kinderrechte im jetzigen Art. 6 GG nicht ausreichend geschützt. Das ist jedoch nicht der Fall.

(Dr. Resch vom Bündnis zur Rettung der Familie)

vollständige eMail (pdf)

www.rettet-die-familie.de




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